Wie das Qualifikationsverfahren aufgebaut ist, wie die Note zustande kommt und wie du die letzten Monate sinnvoll nutzt. Alles nach den offiziellen Unterlagen (Bildungsverordnung und Bildungsplan).
Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung. Diese Qualifikationsbereiche zählen für deine Gesamtnote:
| Bereich | Form | Dauer | Gewicht |
|---|---|---|---|
| Praktische Arbeit (gegen Ende der Grundbildung) | individuelle praktische Arbeit (IPA) oder vorgegebene praktische Arbeit (VPA), je nach Kanton | IPA 24–120 h / VPA 12–16 h | 50 % |
| Berufskenntnisse (gegen Ende der Grundbildung) | schriftlich, allenfalls mündlich | 3½–4 h | 20 % |
| Allgemeinbildung | nach Verordnung über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung | – | 20 % |
| Erfahrungsnote (berufskundlicher Unterricht) | – | während der Lehre | 10 % |
Die Erfahrungsnote ist das Mittel aller Semesterzeugnisnoten des berufskundlichen Unterrichts, auf eine ganze oder halbe Note gerundet. Wer die Handlungskompetenzen ausserhalb der geregelten Grundbildung erworben hat, hat keine Erfahrungsnote: praktische Arbeit 50 %, Berufskenntnisse 30 %, Allgemeinbildung 20 %.
Musst du einen Qualifikationsbereich wiederholen, wiederholst du ihn ganz. In jedem Qualifikationsbereich beurteilen mindestens zwei Prüfungsexpertinnen oder -experten deine Leistung.
Bei der praktischen Arbeit dürfen die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse verwendet werden. Für die Berufskenntnisse legt die Bildungsverordnung keine Hilfsmittel fest – beachte die Angaben deiner Prüfungskommission. Frühere Prüfungsaufgaben findest du beim Berufsverband.
Wie viele Gon entsprechen 27°?
B – 30,0 gon
Was ist Geokodierung?
A – Adressen in Koordinaten umwandeln
Was ist eine Attributtabelle?
C – Eine Tabelle mit Sachdaten
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Alle 12 Fächer mit Repetitionsfragen zu den Berufskenntnissen:
| Fach | Fragen |
|---|---|
| Mathematik und Trigonometrie | 55 |
| Koordinaten und Flächenberechnung | 60 |
| Vermessungsinstrumente und Messmethoden | 60 |
| Fehlerlehre und Ausgleichung | 40 |
| Bezugssysteme und GNSS | 55 |
| Amtliche Vermessung | 65 |
| Grundbuch und Recht | 45 |
| Geoinformatik und Datenbanken | 60 |
| Kartografie | 60 |
| Fernerkundung, Photogrammetrie und Laserscanning | 45 |
| Ingenieurvermessung und Absteckung | 60 |
| Arbeitssicherheit und Berufspraxis | 45 |
| Total | 650 |
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Die praktische Arbeit ist je nach Kanton eine IPA von 24–120 Stunden oder eine vorgegebene praktische Arbeit von 12–16 Stunden. Die Berufskenntnisse dauern 3½–4 Stunden (gemäss Berufsverband 3,5 Stunden schriftlich). Eine Teilprüfung gibt es nicht. Die genauen Daten erhältst du von deinem Kanton.
Praktische Arbeit 50 %, Berufskenntnisse 20 %, Allgemeinbildung 20 %, Erfahrungsnote 10 %.
Wenn die praktische Arbeit mit der Note 4 oder höher bewertet ist und die Gesamtnote mindestens 4 beträgt.
Nein, wenn du die Lehre vor 2025 begonnen hast. Die neue Bildungsverordnung wendet ihre QV-Bestimmungen erst ab 2029 an.
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Quellen: BiVo Geomatiker/in EFZ vom 7.10.2009, SR 412.101.221.16 (PDF) · Neue BiVo Geomatiker/in EFZ vom 3.4.2024 (PDF) · Berufsbildung Geomatik: das Qualifikationsverfahren. Massgebend sind immer die offiziellen Unterlagen deiner Prüfungskommission.
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