Wie das Qualifikationsverfahren aufgebaut ist, wie die Note zustande kommt und wie du die letzten Monate sinnvoll nutzt. Alles nach den offiziellen Unterlagen (Bildungsverordnung, Bildungsplan und Ausführungsbestimmungen).
Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung. Diese Qualifikationsbereiche zählen für deine Gesamtnote:
| Bereich | Form | Dauer | Gewicht |
|---|---|---|---|
| Praktische Arbeit (gegen Ende der Grundbildung) | vorgegebene praktische Arbeit (VPA) | 12 h | 50 % |
| Berufskenntnisse (am Ende des letzten Schuljahres) | schriftlich | 2,5 h | 15 % |
| Allgemeinbildung | nach Verordnung über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung | – | 20 % |
| Erfahrungsnote (Unterricht in den Berufskenntnissen) | – | während der Lehre | 15 % |
Die Gesamtnote wird auf eine Dezimalstelle gerundet. Die Erfahrungsnote ist das Mittel der sechs Semesterzeugnisnoten für den Unterricht in den Berufskenntnissen, gerundet auf eine ganze oder halbe Note – die überbetrieblichen Kurse werden dafür nicht benotet. Wer ausserhalb eines geregelten Bildungsgangs zum QV zugelassen wird, hat keine Erfahrungsnote: praktische Arbeit 50 %, Berufskenntnisse 30 %, Allgemeinbildung 20 %.
Musst du einen Qualifikationsbereich wiederholen, wiederholst du ihn ganz. Besuchst du den Unterricht in den Berufskenntnissen nicht erneut, bleibt deine bisherige Erfahrungsnote. In jedem Qualifikationsbereich beurteilen mindestens zwei Prüfungsexpertinnen oder -experten deine Leistung.
| Pos. | Handlungskompetenzbereiche | Gewicht |
|---|---|---|
| 1 | a + b: Organisieren von Arbeiten an der Gebäudehülle / Planen und Vorbereiten der Montage und Installation von Solaranlagen | 20 % |
| 2 | c + d: Montieren und Installieren von Solaranlagen / Warten, Reparieren und Demontieren von Solaranlagen | 80 % |
Position 1 umfasst unter anderem die Arbeitssicherheit (wird während der ganzen Arbeit beobachtet), die Arbeitsplanung, das Kontrollieren von Material und Arbeitsgeräten, das Einrichten des Arbeitsplatzes sowie Skizzieren, Vermassen und Rapportieren am Schluss.
| Pos. | Handlungskompetenzbereiche | Form | Zeit | Gewicht |
|---|---|---|---|---|
| 1 | a + b: Organisieren von Arbeiten an der Gebäudehülle / Planen und Vorbereiten der Montage und Installation von Solaranlagen | schriftlich | 90 min | 60 % |
| 2 | c + d: Montieren und Installieren von Solaranlagen / Warten, Reparieren und Demontieren von Solaranlagen | schriftlich | 60 min | 40 % |
Schwerpunkte Position 1: Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz, erneuerbare Energien und Energieeffizienz an der Gebäudehülle, Skizzieren von Details, Auftragsdokumentation, Material und Materialmengen, Schnittstellen zu anderen Gewerken, Beurteilen des Untergrunds. Schwerpunkte Position 2: Planen und Beurteilen von Solaranlagen in verschiedenen Situationen, Wartung, Störungen und Rückbau.
| Bereich | Inhalt | Lektionen BFS |
|---|---|---|
| a Organisieren von Arbeiten an der Gebäudehülle | Material sicher laden, transportieren und lagern, Arbeitsplatz mit Arbeitssicherheit vorbereiten, gefährliche Stoffe umweltgerecht einsetzen und entsorgen, Kundschaft über Energieeffizienz und erneuerbare Energien informieren, Arbeiten skizzieren und rapportieren | 160 (1. Lehrjahr) |
| b Planen und Vorbereiten der Montage und Installation | Auftragsdokumentation prüfen, Material bereitstellen, Schnittstellen zu anderen Berufen koordinieren, Arbeitsplatz einrichten, Untergrund beurteilen und freigeben | 60 (2. Lehrjahr) |
| c Montieren und Installieren von Solaranlagen | Anlagen auf Flachdächern, geneigten Dächern, an Fassaden und freistehend montieren, Leitungsführung erstellen und Kabel anschliessen, Speicher montieren, Inbetriebnahme | 320 (2. und 3. Lehrjahr) |
| d Warten, Reparieren und Demontieren | Solaranlagen warten, einfache Störungen im Gleichstrom-Bereich lokalisieren und beheben, Anlagen zurückbauen | 60 (3. Lehrjahr) |
| Total Berufskenntnisse | 600 |
Dazu kommen 360 Lektionen Allgemeinbildung und 120 Lektionen Sport. Im Betrieb bist du im Schnitt vier Tage pro Woche. In der Deutschschweiz findet der Unterricht laut Swissolar als Blockunterricht in Uzwil oder Grenchen statt (4 × 2 Wochen pro Jahr) oder 1 Tag pro Woche in Bern; die überbetrieblichen Kurse umfassen 40 Tage in 3 Jahren.
Bei der praktischen Arbeit dürfen die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse als Hilfsmittel verwendet werden (BiVo Art. 23). Für die schriftliche Berufskenntnisse-Prüfung gelten laut Ausführungsbestimmungen nur die Hilfsmittel, die im Prüfungsaufgebot erlaubt sind – lies dein Aufgebot genau.
Ein Strang besteht aus 20 gleichen Modulen in Serie. Jedes Modul hat eine Leerlaufspannung von 40 V. Wie gross ist die Leerlaufspannung des Strangs?
C – 800 V. In der Serieschaltung addieren sich die Spannungen: 20 × 40 V = 800 V.
Wie verändert sich die Leerlaufspannung eines kristallinen Solarmoduls bei tiefen Temperaturen?
A – Sie steigt. Darum wird die höchste Strangspannung für die tiefste zu erwartende Temperatur berechnet, damit die zulässige Eingangsspannung des Wechselrichters nicht überschritten wird.
Eine Anlage hat 25 Module mit je 400 Wp. Wie gross ist die Nennleistung des Solargenerators?
B – 10 kWp. 25 × 400 Wp = 10 000 Wp = 10 kWp.
Zwei gleiche Stränge werden parallel geschaltet. Was gilt für den Gesamtstrom?
D – Er ist die Summe der beiden Strangströme. Bei der Parallelschaltung bleibt die Spannung gleich, die Ströme addieren sich.
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Alle 12 Fächer mit Repetitionsfragen zu den Berufskenntnissen:
| Fach | Fragen |
|---|---|
| Photovoltaik-Grundlagen | 55 |
| Arbeitsorganisation und Gebäudehülle | 55 |
| Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 55 |
| Materialien, Gefahrstoffe und Umwelt | 55 |
| Energie, Beratung und erneuerbare Energien | 52 |
| Planung und Arbeitsvorbereitung | 50 |
| Untergrund und Dachaufbau | 54 |
| Montage auf Flachdächern | 55 |
| Montage auf Steildächern, Fassaden und Freiflächen | 55 |
| Leitungsführung, Kabel und Steckverbinder | 55 |
| Speicher, Wechselrichter und Inbetriebnahme | 55 |
| Wartung, Störungen und Rückbau | 55 |
| Total | 651 |
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Die ersten Lernenden haben im August 2024 begonnen. Die Lehre dauert 3 Jahre, das erste reguläre QV findet deshalb 2027 statt. Die genauen Daten erhältst du von deinem Kanton.
Die praktische Arbeit ist eine vorgegebene praktische Arbeit (VPA) von 12 Stunden, die Berufskenntnisse werden 2,5 Stunden schriftlich geprüft (90 und 60 Minuten). Beides findet gegen Ende der Grundbildung statt. Eine Teilprüfung gibt es nicht.
Praktische Arbeit 50 %, Berufskenntnisse 15 %, Allgemeinbildung 20 %, Erfahrungsnote 15 %. Die Gesamtnote wird auf eine Dezimalstelle gerundet.
Wenn die praktische Arbeit mit der Note 4 oder höher bewertet ist und die Gesamtnote mindestens 4 beträgt.
Aus dem Mittel der sechs Semesterzeugnisnoten für den Unterricht in den Berufskenntnissen, gerundet auf eine ganze oder halbe Note. Die überbetrieblichen Kurse zählen nicht in die Erfahrungsnote.
Die Lehre umfasst die Montage und die Installation der Solaranlage mit Schwerpunkt auf der Gleichstromseite: Kabel verlegen und anschliessen bis und mit den Abgangsklemmen des Anlageschalters, Inbetriebnahme sowie einfache Störungen im Gleichstrom-Bereich. Den Anschluss an die Hausinstallation auf der Wechselstromseite und die Erstprüfung nach NIN dieser Installation macht eine Elektroinstallateurin oder ein Elektroinstallateur.
Die Verordnung des SBFI vom 29. August 2023 über die berufliche Grundbildung der Berufe mit EFZ im Berufsfeld Gebäudehülle, in Kraft seit 1. Oktober 2023. Ihre Bestimmungen zum Qualifikationsverfahren gelten für Solarinstallateurinnen und Solarinstallateure seit dem 1. Januar 2025. Die Details regeln die Ausführungsbestimmungen des Bildungszentrums Polybau vom 7. November 2024.
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Quellen: BiVo Berufsfeld Gebäudehülle EFZ vom 29.8.2023 (PDF) · Ausführungsbestimmungen zum QV, Polybau 7.11.2024 (PDF) · Bildungsplan vom 29.8.2023 (PDF) · Swissolar: Eckdaten der Ausbildung. Massgebend sind immer die offiziellen Unterlagen deiner Prüfungskommission.
QV Dachdecker/in EFZ · QV Spengler/in EFZ · QV Elektroinstallateur/in EFZ · QV Montage-Elektriker/in EFZ · QV Zimmermann/Zimmerin EFZ · QV Metallbauer/in EFZ · QV Heizungsinstallateur/in EFZ · QV Netzelektriker/in EFZ